Isola Bella

Isola Bella ist das historische und künstlerische Epizentrum des Lago Maggiore. In diesen Wänden haben große Persönlichkeiten gewohnt die Geschichte geschrieben haben. Wer zum Lago Maggiore kommt, ist es ein Muss dieses Juwel, mit den bequemen öffentlichen oder privaten Fähren zu erreichen und zu besichtigen. Dieses Reiseziel wird euch in Erinnerung bleiben wegen seiner Schönheit und seinem historischen Reichtum. Ein exklusives Beispiel Italiens Geschichte zu verstehen.

Geschichte

Bis 1632 war die kleinste Insel, oder die “untere Insel” eine felsige Steinwüste die mit einem klitzekleinen Fischerdorf besetzt war und zwei Kirchen hatte. Eine davon wurde San Vittore genannt und die auf das 11. Jahrhundert zurück geht und die andere ist dem Heiligen Rocco gewidmet. Die Familie Borromeo , die anfangs Vitaliani hieß (sie kamen aus der gleichnamigen Ortschaft Padovano), Lehensgut der Visconti. Im 15. Jahrhundert und die vielen Phasen danach wurde der komplette Lago Maggiore der „Borromäische Golf“ genannt. Vitaliano der 1. Borromeo war der erste der das Projekt eines unglaublichen Palastes auf der Isola Bella erarbeitete.
Aber dieses wurde erst später, nach 1632 verwirklicht: im selbigen Jahr begann Carlo Borromeo der 3., den Bau eines großen Schlosses dass seiner Frau Isabella D’Adda gewidmet werden sollte. Die Bauarbeiten wurden dem Mailänder Architekten Angelo Crivelli anvertraut der auch den Grundriss der Gartenanlage gestaltete.
Die Arbeiten erlitten im 17. Jahrhundert eine Pause aufgrund einer schlimmen Epidemie, die Pest, die im Herzogtum Mailands ausgebrochen war.

Bis zu unserer Zeit

Das Bauwerk kam erst wieder in Schwung als die Insel an die Kinder weiter gegeben wurde. Kardinal Gilbert der III. (1615-1672) und Vitaliano der VI. (1620-1690): vor allem der letztere der mit der finanziellen Hilfe seines Bruders den Tessiner Architekten Carlo Fontana beauftragte die Villa fertig zu bauen und der tatsächlich aus ihr einen Ort prunkvoller Feste und Theateraufführungen für den europäischen Adel machte.
Im Palast arbeitete auch Francesco Maria Richini, und für die Gärten wurde auch Vismara hinzu gezogen. Im neoklassischen Zeitalter, also im späten 17. Jahrhundert, arbeitete hier auch Zanoia der den Ballsaal einrichtete.
Sein Nachfolger, der Enkel Carlo der 4. (1657-1734), stellte die Gärten fertig die 1671 eingeweiht wurden. Die Insel wurde so umgebaut als wäre sie ein fantastisches Schiff, wo der Teil des Palastes das Bug war, und der Teil der Gärten und Terrassen, die man auch Amphitheater oder Schloss nannte (vielleicht wegen der Erinnerung eines vorher existierenden mittelalterlichen Schlosses), das Heck. Das Projekt sah tatsächlich einen langen Ankerplatz vor, der aber dann nicht verwirklicht wurde und der direkt vor der westlichen Seite des Palastes entstehen sollte.
Auf das Zeitalter des Gilberto Borromeo der 5. (1751-1837) gehen die bekanntesten Besuche der Insel zurück. Angefangen von Napoleon mit seiner Frau Giuseppina di Beauharnais bis hin zur Prinzessin von Galles Carolina Amalia von Brunswick. Die letztere bereiste sie zwei Mal: 1797, bei der ersten italienischen Kampagne von Napoleon, und dann kam sie später 1805 zurück weil sie in diesen Ort restlos verliebt war. Daher gibt es das Zimmer Napoleons dass mit Möbeln nach dem Empire-Stil eingerichtet wurde.
Über die erste Frau Napoleons erzählt man sich eine Anekdote: verliebt in dieses Gebiet, tat sie alles die Familie Borromeo davon zu überzeugen die Isola Madre oder (weniger wahrscheinlich) die Schlösser von Cannero zu verkaufen. Die Borromeos lehnten dies vehement ab, aber sie wusste sich sehr mit der wunderschönen Villa D’Este in Cernobbio am Comer See zu trösten.

Zu Besichtigen

Der Palast der für Besucher geöffnet ist, zeigt seine Salons und Zimmer im Hauptgeschoss die zwischen dem 17. Und 19. Jahrhundert entstanden sind, und im unteren Bereich die Grotten die Stendhal so sehr in Ekstase versetzten. In seinem Inneren findet man die Gemälde von Cerano, von Francesco aus Cairo und von Giordano. Der Triumph von Galatea, Salvator Rosa, der Flame Mueller, der Tempesta von Nuvolone genannt wurde, und auch Werke von Francesco Zuccarelli.
Zu gedenken ist auch die Gallerie der Wandteppiche die nach den enormen flämischen Tapisserien benannt wurde, und von der sechs Stück aus dem 16. Jahrhundert stammen. Diese sind aus Seide und Gold, dessen immer währendes Thema das Einhorn ist, also das Wappen der Borromeo.
Im Umfeld der Isola Bella sind besonders die Grotten die mit Steinen und Muscheln bedeckt sind sehenswert.

Die botanischen Gärten

Einprägsam sind die botanischen Gärten mit einer unglaublichen Vielfalt an Pflanzen. Dort gibt es den höheren Bereich der „Amphitheater“ genannt wird da hier die szenischen Aufführungen stattfanden die die Borromeo so begeisterten. Hier gibt es auch einige Statuen die von den Bauplaner Vismara selbst realisiert wurden.

Via Antonio Gramsci, 3, 28831 Baveno (VB) Lago Maggiore – Italy

REQUEST FORM

Call Now Button